Am Wochenende rollt wieder der Ball. Wenn die Bundesliga startet, sehen wir neunzig Minuten Ergebnis. Was wir nicht sehen, sind die sechs Wochen davor, in denen die Saison eigentlich entschieden wurde. Trainingslager, Standardsituationen, Abläufe, bis sie sitzen.
Kein Trainer käme auf die Idee, erst am ersten Spieltag mit der Vorbereitung zu beginnen.Im Marketing kleiner Unternehmen passiert genau das erstaunlich oft.
Da wird Mitte November beschlossen, dass man dieses Jahr das Weihnachtsgeschäft mitnehmen will. Die Kampagne startet Anfang Dezember, läuft drei Wochen und bringt wenig. Und die Schlussfolgerung lautet dann, Online-Werbung funktioniere für den eigenen Betrieb nicht. Dabei hat nicht die Werbung versagt, sondern der Kalender.
Werbekampagnen sind keine Lichtschalter, sondern Motoren, die warmlaufen müssen.
Google und Meta brauchen mehrere Wochen mit echten Daten, um zu lernen, wer auf dein Angebot reagiert. Eine Kampagne, die im Oktober startet, hat im November ihre Lernphase hinter sich und liefert im Dezember auf Betriebstemperatur.
Eine Kampagne, die im Dezember startet, verbrennt ihr Budget noch beim Lernen, während die Klickpreise durch die Konkurrenz auf dem Jahreshoch liegen.
Das Prinzip gilt genauso für Betriebe, deren Hochsaison im Frühjahr liegt, etwa im Garten- und Landschaftsbau oder im Bootsservice. Dann verschiebt sich der Kalender, die Logik bleibt.
Du brauchst dafür weder ein großes Budget noch ein Marketingteam, sondern zunächst nur drei Antworten. Erstens, welches Angebot soll das vierte Quartal tragen? Zweitens, über welchen Weg erreichst du die Menschen dafür, ob über Empfehlungen, Google, Social Media oder deinen Bestandskundenstamm? Drittens, was muss dafür bis Ende September fertig sein?
Wenn du diese drei Fragen auf einer Seite beantwortet hast, bist du weiter als die meisten deiner Wettbewerber. Denn die planen ihr Jahresendgeschäft im November, so wie letztes Jahr, und wundern sich im Januar, so wie letztes Jahr.
Die Bundesliga zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass Tabellenplätze in der Vorbereitung gewonnen werden. Für dein Geschäft gilt dasselbe, nur dass dein erster Spieltag nicht im TV übertragen wird, sondern in deinen Auftragsbüchern steht. Jetzt ist dein Trainingslager. Nutze es.
Du willst dein viertes Quartal nicht allein planen? Dann lass uns über deine Saisonvorbereitung sprechen.Spätestens im Oktober. Werbeplattformen wie Google Ads und Meta brauchen eine Lernphase mit echten Daten, bevor sie zuverlässig die richtigen Menschen erreichen. Eine Kampagne, die im Oktober startet, liefert im Dezember auf Betriebstemperatur. Die Vorbereitung von Angebot und Werbematerial beginnt entsprechend im August und September.
Aus zwei Gründen. Erstens befindet sich eine frisch gestartete Kampagne noch in der Lernphase und erreicht die falschen Menschen, während das Budget bereits läuft. Zweitens sind die Klickpreise im Dezember durch den Wettbewerb auf dem Jahreshoch. Die Kampagne zahlt also am meisten, wenn sie am wenigsten kann.
In der Regel mehrere Wochen, abhängig von Budget und der Zahl der Conversions. Je weniger Daten eine Kampagne pro Woche sammelt, desto länger braucht der Algorithmus, um Muster zu erkennen. Kleine Unternehmen mit begrenztem Budget sollten deshalb eher sechs Wochen Vorlauf einplanen als zwei.
Drei Dinge. Ein Angebot, das sich in einem Satz erklärt, mit klarer Zielgruppe und klarem Preis. Eine Landingpage, die dieses Angebot trägt und Anfragen ermöglicht. Und das Werbematerial, also Texte, Bilder und gegebenenfalls Video. Wer zusätzlich druckt, plant die Druckerei mit ein, denn deren Engpässe liegen im November.
Mit Rückwärtsplanung auf einer Seite Papier. Drei Fragen reichen für den Anfang: Welches Angebot soll das vierte Quartal tragen? Über welchen Weg erreiche ich die richtigen Menschen dafür, etwa Empfehlungen, Google, Social Media oder Bestandskunden? Und was muss dafür bis Ende September fertig sein?
Ja, nur mit verschobenem Kalender. Ein Betrieb mit Hochsaison im Frühjahr, etwa im Garten- und Landschaftsbau oder im Bootsservice, legt sein Angebot im Herbst fest, baut im Winter das Material und startet die Kampagne rund zwei Monate vor Saisonbeginn. Die Logik bleibt gleich: Die beste Zeit für Marketingarbeit ist die ruhige Zeit vor der Saison.
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